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In Ostercappeln-Venne wurde 2008 ein Gehöft aus der vorrömischen Eisenzeit gebaut. Die Idee ein Eisenzeithaus zu rekonstruieren steht im Zusammenhang mit dem Ausgrabungsprojekt Schnippenburg. Auf dem 3000 qm großen Areal soll nach der Fertigstellung wie vor 2300 Jahren gelebt und gearbeitet werden: Typische Nutzpflanzen der damaligen Zeit wachsen im Garten, im eingefriedeten Bereich grasen alte Haustierrassen, auf Schauflächen und Werkplätzen werden Ackerbau und Handwerk anschaulich dargestellt.


Das Haus im Juli 2009 (Fotos: Axel Hartmann, Köln)

Blick über das Gelände im Juli 2009 (Foto: Axel Hartmann, Köln)

Rekonstruktionszeichnung
Das zweischiffige Haus ist mit Reetgras gedeckt und besteht aus Eichenpfosten mit lehmverputzten Flechtwerkwänden. Die Firsthöhe beträgt ca. 5,50 m. Bei einer Länge von 16 m und einer Breite von 8 m gliedert es sich in einen Wohnteil mit Herdstelle und in einen Stallteil mit Viehboxen. Der Haustyp war in der vorrömischen Eisenzeit prägend für die historische Kulturlandschaft in unserer Region. Damals existierten noch keine dorfähnlichen Strukturen am Nordhang des Wiehengebirges. Es gab vereinzelte Streusiedlungen, deren Standorte häufig wechselten.
Einen Artikel zum Eisenzeithaus finden Sie auch im aktuellen Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2009 sowie im Varuskurier Nr. 10 (S.14-16).
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Geländeskizze
1 Wohnstallhaus, 2 Werkplatz, 3 Backhaus, 4 Nebengebäude, 5 Speicher, 6 Feuerstelle, 7 Nutzgarten, 8 Ackerflur, 9 Viehpferch (geplant), 10 Versorgung, 11 Bogenschießbahn, 12 Eisenzeitspielplatz, 13-14 Bauwagen/Materiallager